Stephan Günther

Vortrag: Warum baumlos? Baumlos Reiten ist „In" und „trendy"!

Stephan GüntherAber warum eigentlich? Und warum hat man das nicht schon immer gemacht?
Sicherlich muss man den Sattelbau aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.
Der „working Cowboy", der früher in den USA jeden Tag hart und stundenlang auf und mit dem Pferd arbeiten musste, brauchte ein robustes und stabiles Arbeitsgerät. Ebenso der „Stockman" in Australien und der Hirte in Spanien. Pferde waren hier oft billiger und schneller zu haben als ein guter Sattel. Zudem reichte dem Cowboy vor 150 Jahren ein einziger Sattel, weil die Pferde in ihrer Statur einander sehr ähnlich waren. Durch die heutige Rassenvielfalt hat sich dies grundlegend geändert und für viele Pferde werden Sättel verwendet, die nicht zu ihrem rassetypischen Körperbau passen. Glücklicherweise wünscht sich heute der Reiter das bestmögliche für seinen vierbeinigen Freund. Oftmals ist es aber nicht möglich, den ständigen Veränderungen eines Pferdes gerecht zu werden. Wenn ein Pferd durch Krankheit oder Weidegang nur 5% im Körpergewicht variiert, sind das schnell 25-30 kg. Dem Pferd passt dann der Sattel nicht mehr. Und da kommt dann der große Vorteil eines baumlosen Sattels zum tragen. Diese sind ohne starre Teile und passen sich somit dem Gegebenheiten und Bewegungen des Pferdes bestmöglich an. Die berüchtigten Druckspitzen können nicht mehr auftreten. Allerdings sind diese Sättel kein Garant für die Lösung aller Probleme im Reitsport, reiterliche Probleme sind nicht immer in einem schlecht passenden Sattel begründet. Wenn man jedoch einen baumlosen Sattel ausprobieren möchte, sollte solch ein Sattel vor dem Kauf probiert werden, damit man weiß, ob man sich darauf wohl fühlt.

Kontakt:
Stephan Günther, Deuber & Partner GmbH, Am Stadtsee 6, D-97475 Zeil am Main, http://www.deuber.de/